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2. Was im Verborgenen passiert, die Folgen für Menschen und Unternehmen

Die unsichtbaren Kosten einer unbesetzten Stelle

Eine unbesetzte Stelle ist nie wirklich leer. Die Arbeit verschwindet nicht, sie verteilt sich. Auf Kolleginnen und Kollegen die bereits ausgelastet sind. Auf Führungskräfte die operativ einspringen. Auf Teams die ihren Rhythmus verlieren weil Kapazitäten fehlen.

Was das konkret bedeutet, lässt sich in Zahlen fassen: Studien zur Kostenberechnung offener Stellen zeigen, dass eine unbesetzte Stelle je nach Branche und Qualifikationsniveau zwischen 30 und 150 Prozent des Jahresgehalts der Position kostet, durch direkte Ausfälle, Mehrarbeit, Qualitätsverluste und Recruitingaufwand.Doch diese Zahlen erzählen nur die halbe Geschichte.

Was die Zahlen nicht zeigen: der menschliche Preis

Der andere Teil der Geschichte spielt sich in Besprechungsräumen, Pausenküchen und stillen Abendstunden ab. Es ist der Kollege der zum dritten Mal in Folge das Wochenende opfert weil das Team unterbesetzt ist. Es ist die Mitarbeiterin die innerlich beginnt loszulassen, nicht weil sie ihren Beruf nicht mag, sondern weil die Erschöpfung größer wird als die Motivation.
Studien zur Mitarbeiterzufriedenheit zeigen konsistent: Überlastung durch Personalengpässe gehört zu den stärksten Treibern von innerer Kündigung. Der Begriff klingt harmlos, die Realität ist es nicht. Eine innerlich gekündigte Mitarbeiterin kostet das Unternehmen täglich Produktivität, Qualität und Innovationskraft, während sie formal noch Teil des Teams ist.

Fachkräftemangel ist oft kein Problem des Marktes, sondern ein Problem das sich durch das gesamte Unternehmen zieht, lange bevor die Stelle überhaupt ausgeschrieben wird.

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